Mo

15

Sep

2014

Datenverwaltung

Das hatte ich mir am Anfang doch etwas leichter vorgestellt: Eine Dropbox erstellen und sämtliche digitale Materialien dort speichern, um Zugriff von überall zu haben und Daten nicht zu verlieren. Doch wie so oft in den letzten Monaten stolperte ich immer wieder über eine Barriere: Datenschutz, Datenschutz, Datenschutz.

Nach langem Überlegen und Suchen nach Techniken habe ich für das neue Schuljahr die (hoffentlich) perfekte Kombination gefunden: NAS + freefilesync

Eine NAS (z.B. von Buffalo) ist eigentlich nichts anderes wie eine eigene Dropbox, also ein eigener Server im Arbeitszimmer. Mit der Möglichkeit des webaccess sind meine Daten von überall abrufbar, ohne Zwischenstation. Mittlerweile habe ich also alle meine Daten, auch die privaten, auf diesen Speicher geladen. Dank der doppelten Speicherung auf dem Server kann sogar eine Festplatte abschmieren, die zweite trägt meine Daten weiterhin.

Um Zugriff auf die Materilaien zu erhalten, öffne ich entweder eine bestimmte Seite im Browser und logge mich ein oder ich greife im eigenen WLAN wie auf eine Festplatte zu. Das ganze funktioniert kabellos, einzige Vorraussetzung ist eine Verbindung zum Internet.

Die Möglichkeiten ergeben sich wie bei Dropbox: Ich kann einzelne Ordner oder Dateien für andere über einen Link zugänglich machen und ich kann einen eigenen Ordner erstellen, der öffentlich einsehbar ist, also z.B. für Schüler mit den Pdf's für meinen Unterricht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Schülern einen Zugang/Profil mit eingeschränkten Rechten freizuschalten. Mit diesem Login könnten Sie dann z.B. Dateien geschützt vor anderen auf meinen Server hochladen. Ich werde das demnächst bei der Sammlung von Bildern auf der Abschlussfahrt versuchen.

Durch die NAS habe ich außerdem die Möglichkeit, meine mp3s zu digitalisieren und in meinem Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Mit dem Soundsystem SONOS eine ideale Möglichkeit, um alle Musiktitel zu jeder Zeit auf unterschiedlichen Soundgeräten abzuspielen.

Da ich aber nicht immer den umständlichen Weg über das Internet gehen möchte und manche Dateien einfach auch auf meinem Stick sein sollen, habe ich freefilesync auf dem Rechner installiert. Ich lege in dem Programm fest, welche Ordner die NAS mit dem Stick synchronisieren soll. Einmal eingestellt gleicht die Software zu einer bestimmten Uhrzeit alle diese Ordner auf neue oder veränderte Dateien ab. Somit kann ich Unterrichtsmaterialien wie die PowerPoint-Präsentationen auf dem Stick ändern und beim Einstecken des Sticks zu Hause werden die Dateien und Ordner auf der NAS abgeglichen. Bisher war das immer relativ lästig. Habe ich im Unterricht Veränderungen vorgenommen, musste ich in der NAS eine neue Datei erstellen als veränderte Version.

Nach ein paar Wochen des Misstrauens gegenüber dieser umfangreichen Technik bin ich heute ziemlich relaxt gegenüber meinen Daten. Sie liegen bei mir zu Hause auf einer Festplatte und können quasi nicht verloren gehen. Verliere ich den Stick, kopiere ich den letzten Stand der NAS auf einen neuen. Sollte meine Tochter die NAS zerstören, habe ich einen letzten Stand auf dem Stick. Bei fast 80 000 Dateien ein sehr beruhigendes Gefühl...

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